Neujahrsgrüße 2019

Wir haben dieses Schuljahr noch nicht einmal zur Hälfte erreicht, dennoch gibt es viele Ereignisse im Schulleben, die bereits heute, zum Start des neuen Jahres 2019, Anlass geben zurückzuschauen, um festzustellen:

Die Oberschule im Seevetal ist eine ausgesprochen lebendige und interessante Schule.

  • Unmittelbar vor den Weihnachtsferien fand unser traditionelles Fußballturnier statt, an dem sich unsere Schülerinnen und Schüler wie jedes Jahr auch dieses Mal wieder mit großem Engagement beteiligten und dessen Verlauf immer mit viel Aufmerksamkeit verfolgt wird. Sport ist ein Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit, auf den wir stolz sind und in den der Fachbereich Sport viel Liebe und Arbeit steckt, was sich auszahlt und direkt bei den Schülerinnen und Schülern ankommt.
  • Mit einem bezaubernden Event konnten wir die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen in die Ferien entlassen: Eine unserer Sprachlernschülerinnen gab zusammen mit ihrer Mutter eine kurze und überaus beeindruckende Vorstellung in der Kunst der Sandmalerei und zeigte, wie sehr kulturelle Vielfalt eine Schule bereichern kann, wenn man die Menschen in ihren Stärken ernstnimmt. Diese Vorführung ließ alle Anwesenden staunen.
  • Ein wirklich herausragendes Ereignis fand wenige Tage zuvor statt: Unsere Schülerfirma, die Stifterei, hat eröffnet und bietet eine große Auswahl an Schulbedarf an – viele Ideen zum Ausbau der Geschäfte sind schon in Vorbereitung. In dieses Projekt ist viel Arbeit der Fachbereiche Arbeit/Wirtschaft und Berufsorientierung investiert worden, ein Einsatz, der sich lohnt, der Schülerinnen und Schülern mitnimmt, ihnen Verantwortung zutraut und ihnen die Gelegenheit gibt, sich ganz anders für Schule zu begeistern, als traditioneller Unterricht allein es könnte.
  • Auch in diesem Jahr haben wir den Vorlesewettbewerb der 6. Klassen durchgeführt, ein bundesweiter Wettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Mit der Unterstützung unserer außerschulischen Partner von der Zentralbücherei Meckelfeld, dem Jugendzentrum Meckziko und Spielwaren Toll konnte unsere Siegerin ermittelt werden, sie wird nun am Regionalausscheid in Buchholz i.d.N. teilnehmen.
  • Das Engagement unserer Eltern sorgte auch für einige Highlights. So startete der Schulverein eine Initiative zur Verschönerung der Schule, die schon bald nach den Ferien sichtbar Früchte tragen wird. Der Schulelternrat machte pressewirksam auf den Sanierungsstau des in die Jahre gekommenen Schulgebäudes aufmerksam. Auch hier ist etwas ins Rollen gekommen.

Alle diese Ereignisse fanden über die tägliche schulische Arbeit hinaus statt, die – das möchte ich nicht verschweigen – anstrengend und fordernd genug ist und den Kolleginnen und Kollegen viel abverlangt. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung – viel mehr, als diese wenigen Worte es ausdrücken können.

Besonders erwähnen möchte ich hier auch die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium, die auf allen Ebenen vorbildlich funktioniert: auf Schulleitungsebene, auf Verwaltungsebene, auf Personalratsebene – und vor allem auf der Ebene der Kolleginnen und Kollegen (nicht nur beim Unterrichten, sondern auch, wenn es darum geht unserer Lehrermannschaft beim Fußball eindrucksvoll mit zum Sieg zu verhelfen). Es freut mich sehr, dass die beiden Schulen, das Gymnasium und die Oberschule, bei aller Eigenständigkeit so eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten und sich unterstützen, wo es nur möglich ist, um den Bildungs- und Erziehungsauftrag, der allen Schulen gemeinsam ist, zu erfüllen.

Uns allen hier in der Schule ist es wichtig, dass sich Menschen an unserer Schule wohl fühlen, dass es ihnen gut geht, dass sie mit ihren Fragen und Anliegen nicht allein gelassen werden, dass sie sie sicher fühlen. Deswegen hören wir zu, deswegen sprechen wir miteinander, deswegen sind unsere Türen offen. Das ist unser Anspruch und unsere tägliche Herausforderung, denn wo viele Menschen täglich miteinander zu tun haben, verläuft nicht alles reibungslos. Miteinander reden, Konflikte konstruktiv bewältigen, seinen Platz in einer Gruppe finden, der Umgang zwischen jungen Frauen und Männern – all das will gelernt sein, nicht jedem ist ein konstruktives Sozialverhalten in die Wiege gelegt. Und nicht auf jede Situation in Gruppen mit Gleichaltrigen kann das Elternhaus umfassend vorbereiten. Es gibt Erfahrungen, die müssen Heranwachsende selber machen. Deswegen sind uns Schulsozialarbeit, Präventionsprojekte und Mobbingintervention so wichtig, damit Kinder und Jugendliche vorbereitet sind, bevor und damit sie sich zu helfen wissen, wenn es schwierig wird. Neu an unserer Schule ist ein Mobbinginterventionsteam: Ausbildete Kolleginnen und Kollegen können Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit unserer Schulsozialarbeiterin helfen, konstruktive Wege aus verfahrenen Konflikten zu finden, ohne dass jemand sein Gesicht verliert.

Leider gab es auch eine Reihe von unerfreulichen Ereignissen, die sich auch in der Presse niederschlugen und Polizei und Feuerwehr auf den Plan riefen. Der Brand unseres Lehrerzimmers wird uns alle noch eine Weile beschäftigen. Zum Glück ist die Aufklärung dieser Vorfälle so weit vorangeschritten, dass wir alle uns auf den Weg machen können, das Geschehene konstruktiv zu verarbeiten und das Empfinden von Sicherheit und Heimat, das eine Schule bieten muss, wieder herzustellen und zu vertiefen.

Gemeinsam mit dem Schulträger, der Landesschulbehörde und unseren Freunden aus dem Präventionsrat haben Eltern und Kollegium Ideen für die Zukunft unseres Schulstandortes entwickelt, die uns voranbringen werden. Eine große Gesprächsrunde setzte ein deutliches Zeichen dafür, dass uns allen unsere Schule am Herzen liegt. Jetzt gilt es, das kreative Potential unserer Schülerinnen und Schüler zu nutzen, um gemeinsam täglich neu eine Schule zu gestalten, in der wir uns wohlfühlen, mit der wir uns identifizieren und die uns Stärke verleiht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern, allen Eltern, allen Kolleginnen und Kollegen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Freunden und allen Menschen, die sich mit unserer Schüle verbunden fühlen, ein gutes Jahr 2019.

Thomas Höfer, 31.12.2019